Praktischer Leitfaden zur richtigen Fussmessung für Barfussschuhe
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Warum ist die richtige Fussmessung bei Barfussschuhen so wichtig?
Barfussschuhe funktionieren etwas anders als klassische Schuhe.
Sie sollen dem Fuss mehr Freiheit, natürlichen Bewegungsraum und ausreichend Platz für die Zehen bieten. Deshalb reicht bei Barefoot-Schuhen die gewohnte Schuhgrösse oft nicht aus.
Viele Menschen stellen beim Einstieg in die Barfusswelt fest, dass sie plötzlich:
- mehr Platz für die Zehen brauchen,
- eine andere Fussform haben als gedacht,
- oder dass bisherige Schuhe eigentlich zu eng waren.
Das ist völlig normal.
Jeder Fuss ist einzigartig – nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite, Zehenform, Spannhöhe oder Fersenform. Gleichzeitig verwendet jede Barfussmarke unterschiedliche Leisten und Schnitte. Deshalb kann es vorkommen, dass Ihnen bei einer Marke Grösse 39 perfekt passt, während Sie bei einer anderen Marke eine andere Grösse oder einen anderen Schnitt benötigen.
Eine richtige Messung hilft dabei:
- die passende Grösse besser auszuwählen
- geeignete Modelle einfacher zu finden
- Druckstellen und Fehlkäufe zu vermeiden
- den natürlichen Komfort beim Gehen zu unterstützen
Besonders bei Kindern ist regelmässiges Messen wichtig, da Kinderfüsse schnell wachsen und sich entwickeln.


Wann sollten Sie die Füsse messen?
Am besten am Abend oder nach einem aktiven Tag
Im Laufe des Tages werden die Füsse durch Bewegung und Belastung leicht breiter und manchmal auch etwas grösser. Deshalb empfehlen wir, die Füsse am Abend oder nach einem aktiven Tag zu messen.
So vermeiden Sie, dass die Schuhe später drücken oder zu eng werden.
Immer im Stehen messen
Die Füsse sollten immer im Stehen und mit voller Belastung gemessen werden. Unter dem Körpergewicht verbreitet und verlängert sich der Fuss leicht – das ist ganz natürlich.
Beim Messen:
- stehen Sie gerade
- halten Sie die Füsse leicht auseinander
- verteilen Sie das Gewicht gleichmässig auf beide Füsse
- lassen Sie die Knie locker
Beide Füsse messen
Oft unterscheiden sich rechter und linker Fuss leicht in Länge oder Breite.
Für die Grössenwahl orientieren Sie sich immer am grösseren Fuss.
Möglichst ohne Socken messen
Wir empfehlen, die Füsse Barfuss zu messen. Normale Socken können die Zehen leicht zusammendrücken und die natürliche Fussform verändern.
Falls Barfuss nicht möglich ist, empfehlen wir Barfusssocken mit genügend Zehenfreiheit.
Entspannt stehen
Für möglichst natürliche Messergebnisse empfehlen wir, entspannt und locker zu stehen – ohne die Zehen anzuspannen oder die Knie zu versteifen.

Was benötigen Sie zum Messen?
Für die Fussmessung brauchen Sie keine speziellen Hilfsmittel.

Empfohlen werden:
- Papier / Schachtel
- Bleistift
- festes Lineal
- eventuel Buch
- PLUS12 oder Clevermess
Schon wenige Millimeter können die Grössenwahl beeinflussen.
Weiche Massbänder können sich leicht verziehen oder ungenau sein. Schon wenige Millimeter Unterschied können die Grössenwahl beeinflussen.
Ein festes Lineal liefert meist genauere Ergebnisse.

Fusslänge richtig messen
Schritt für Schritt
1️⃣ Papier auf den Boden legen
Stellen Sie den Fuss natürlich und entspannt auf das Papier.

Optional kann eine Schachtel, ein Buch oder eine gerade Kante kann helfen, die Messung stabiler und entspannter durchzuführen.
2️⃣ Natürlich stehen
Beide Füsse voll belasten und natürlich stehen.
Die Knie sollten locker bleiben und die Zehen nicht angespannt werden.
3️⃣ Längsten Punkt markieren
Markieren Sie:
- die Mitte der Ferse
- den längsten Zeh
Der längste Zeh ist nicht immer der grosse Zeh.
4️⃣ Länge messen
Messen Sie die Länge in einer geraden Linie von der Fersenmitte bis zum längstem Zeh.
5️⃣ Beide Füsse messen
Orientieren Sie sich immer am grösseren Fuss.
Breite gerade zwischen den Punkten messen
Die Breite ist bei Barfussschuhen genauso wichtig wie die Länge.
Gemessen wird an der breitesten Stelle des Vorderfusses – im Bereich der Zehengrundgelenke.
So geht’s:
- immer im Stehen messen
- volle Belastung auf beiden Füssen
- breiteste Innen- und Aussenseite markieren
- Breite gerade zwischen den Punkten messen
Messung mit einer Schachtel
Eine Schachtel oder gerade Kante kann helfen:
- die Länge einfacher zu markieren
- die Breite zu erkennen
- und natürlicher zu stehen als direkt an der Wand
❌ Zehen nicht anspannen oder krallen.
👌 Die Füsse locker und natürlich stehen lassen.
Für möglichst natürliche Messergebnisse emfehlen wir, entspannt und gleichmässig auf beiden Füssen zu stehen.

Bei Barfussschuhen spielen nicht nur Länge und Breite eine Rolle
Bei Barfussschuhen spielt nicht nur die Länge oder Breite eine Rolle.
Wichtig sind oft auch:
- dominanter Grosszeh
- längerer zweiter Zeh
- „flossenförmiger“ Fuss
- schmale Ferse
- hoher oder niedriger Spann

Jede Marke passt deshalb etwas anders.
Barefoot ist nicht nur eine Grösse
Beim Wechsel zu Barfussschuhen merken viele Menschen, dass sich ihre Füsse mit der Zeit verändern können.
Die Zehen erhalten mehr Platz, die Fussmuskulatur beginnt aktiver zu arbeiten und der Fuss kann wieder natürlicher funktionieren.
Deshalb ist es ganz normal, dass sich:
- die bevorzugte Schuhweite verändert,
- andere Modelle besser passen,
- oder plötzlich mehr Platz für die Zehen angenehm ist.
Jeder Fuss entwickelt sich individuell.
Mehr Platz bedeutet nicht automatisch besser
Zu wenig Platz kann die Zehen einengen und den natürlichen Bewegungsablauf beeinflussen.
Zu grosse Schuhe sind jedoch ebenfalls nicht ideal, da der Fuss an Stabilität verlieren kann.
Deshalb ist die richtige Balance wichtig.
Was bedeutet „Zugabe“ oder „Mehrraum“?
Die Zugabe ist der freie Platz vor den Zehen, den der Fuss beim natürlichen Gehen benötigt.
Die ideale Zugabe hängt ab von:
- Alter
- Erfahrung mit Barfussschuhen
- Schuhtyp
- Fussform
- persönlichem Komfortgefühl
Jeder beginnt anders

Der Umstieg auf Barfussschuhe ist sehr individuell.
Manche Menschen fühlen sich sofort wohl, andere brauchen etwas mehr Zeit. Es gibt dabei kein „richtig“ oder „perfekt“.
Wichtig ist vor allem, dass sich Ihre Füsse wohlfühlen, genügend Platz haben und sich natürlich bewegen können.
Jeder Fuss ist einzigartig
Es gibt keine eine perfekte Barfussgrösse und keinen einzigen Schuh, der für alle passt.
Jeder Fuss ist anders – und genau deshalb lohnt es sich, sich Zeit für das richtige Messen zu nehmen. Denn nicht nur die Länge spielt eine Rolle, sondern auch Breite, Fussform, Spannhöhe und persönliches Wohlgefühl.
Besonders beim Wechsel zu Barfussschuhen verändert sich oft auch das eigene Empfinden. Viele Menschen entdecken erst mit der Zeit, wie angenehm natürlicher Zehenraum und mehr Bewegungsfreiheit wirklich sein können.
Wichtig ist nicht Perfektion, sondern ein gutes und natürliches Gefühl beim Gehen.
Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne bei der Auswahl passender Modelle – abgestimmt auf:
- Fusslänge
- Fussbreite
- Fussform
- Spannhöhe
- Erfahrung mit Barfussschuhen
Denn jedes Paar Füsse verdient genügend Platz für natürliche Bewegung.
